Historie

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Historie

Nachdem der Rhein im 3. Jahrhundert wieder zur nördlichen Grenze des römischen Reiches wurde, erbaute man nach Aufgabe des rechtsrheinischen Limes um die Mitte des 4. Jahrhunderts n. Chr. das Kastell Bodobrica.
Diese Wehranlage war von einer 8 m hohen und 3 m dicken Mauer mit 28 Türmen umgeben und bot mit seiner Größe von 308 m × 154 m Platz für 600 Legionäre.
Die römische Rheintalstraße führte südlich am Kastell vorbei; hindurch führte eine Hauptstraße, die dem heutigen Verlauf der Oberstraße (Fußgängerzone) entspricht.

Lage der Römerburg im römischen Kastell

Nach dem Abzug der römischen Truppen zog die romanisierte Bevölkerung in das Kastell, dessen starke Mauern bis in das 12. Jahrhundert Schutz boten.
Beim Bau der St.-Severus-Kirche wurde die nördliche Mauer, an deren Resten sich unser Restaurant befindet, abgebrochen. Diese war überflüssig geworden, da eine näher am Rhein liegende Mauer errichtet worden war.
Der Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg ließ im 14. Jahrhundert neue Wohngebiete im Osten und Westen durch eine mittelalterliche Stadtbefestigung schützen und band dabei die römischen Kastellmauern mit ein. Danach bildete nur noch der südliche Teil des Römerkastells eine Außenmauer der mittelalterlichen Stadtbefestigung (heute noch gut zu sehen im „Römerpark“).
Balduin war es auch, der den von Richard von Cornwall errichteten Bergfried am Rhein zu einer Zwing- und Zollburg ausbauen ließ (die „Alte Burg“ gegenüber der Römerburg).
Immer war das Rheintal auch Grenzregion gewesen: für die Römer zu den „barbarischen“ Germanenstämmen im Osten und nach dem Sieg über Napoleon für die Preußen zum französischen „Erbfeind“ im Westen. Dies änderte sich erst nach der Reichsgründung 1871. Endlich durften die Städte am Rhein ihre Festungsmauer öffnen und sich so weiterentwickeln. 
Kein Wunder also, dass man die römischen Mauern als naheliegenden Steinbruch für den Bau neuer Häuser benutzte – daher auch das unregelmäßige Aussehen unserer heutigen Restaurantfassade.
Die Gebäude, die an und teilweise in den alten Mauern entstanden waren, wurden vielfältig genutzt – als Wohnhaus, Viehstall oder auch gastronomisch.
So eröffnteten Paul Götze und Frau in den 30er-Jahren im damals angesagten Stil eine „Altdeutsche Weinstube“ – die Römerburg. 
Nach dem 2. Weltkrieg kamen Gästezimmer hinzu, die aber in den 70ern nicht mehr den gestiegenen Komfortansprüchen genügten.
Nach mehreren Pächterwechseln übernahmen 2005 die Bopparder Gastronomen Marion und Bernd Stahl die Römerburg als ein Gasthaus im klassischem Sinne – ein Haus für den Gast mit regionaler wie auch internationaler Küche.