Historie

Nachdem der Rhein im 3. Jahrhundert wieder zur nördlichen Grenze des römischen Reiches wurde, erbaute man nach Aufgabe des rechtsrheinischen Limes um die Mitte des 4. Jahrhunderts n. Chr. das Kastell Bodobrica.

Diese Wehranlage war von einer 8 m hohen und 3 m dicken Mauer mit 28 Türmen umgeben und bot mit seiner Größe von 308 m × 154 m Platz für 600 Legionäre.

Die römische Rheintalstraße führte südlich am Kastell vorbei; hindurch führte eine Hauptstraße, die dem heutigen Verlauf der Oberstraße (Fußgängerzone) entspricht.

Lage der Römerburg im römischen Kastell

Nach dem Abzug der römischen Truppen dienten die Kastellmauern bis in das 12. Jahrhundert als Stadtmauer der mittelalterlichen Stadt.

Spätestens beim Bau der St.-Severus-Kirche wurde die nördliche Mauer, an deren Resten sich unser Restaurant befindet, abgebrochen. Diese war überflüssig geworden, da eine näher am Rhein liegende Mauer errichtet worden war.

Jedoch erst der Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg, an den Boppard von Heinrich VII. verpfändet worden war, ließ im 14. Jahrhundert die neuen Wohngebiete im Osten und Westen durch eine mittelalterliche Stadtbefestigung schützen und band dabei die römischen Kastellmauern mit ein. Somit blieb nur die südliche Kastellmauer eine Außenmauer der mittelalterlichen Stadtbefestigung.
Balduin war es auch, der den von Richard von Cornwall errichteten Bergfried am Rhein zu einer Zwing- und Zollburg ausbauen ließ (Alte Burg).